Die Anfänge

Die ersten musikalischen Gehversuche unternahmen Stone Gossard und Jeff Ament in der Band Green River. Green River sollten sich jedoch schon bald auflösen. Aus der einen Hälfte der Mitglieder sollten Mudhoney entstehen, aus der anderen (Stone Gossard und Jeff Ament) Mother Love Bone. Noch vor der Veröffentlichung der zwei Studio-Alben Apple und Shine starb der Mother-Love-Bone-Sänger Andy Wood an einer Überdosis Heroin. Unter dem Eindruck dessen Todes veröffentliche der damalige Mitbewohner von Andy Wood, Chris Cornell (früher Soundgarden, jetzt Audioslave), das Album Temple of the Dog zusammen mit den späteren Pearl-Jam-Musikern.
Nach einer Trauerphase entschlossen sich Stone Gossard und Jeff Ament, ihren Weg zu gehen, und Musik zu machen, nicht aufzugeben und jamten zusammen mit dem Gitarristen Mike McCready, den Gossard schon seit einiger Zeit kannte und dann auf einer Party wiedertraf. In der Folge entstand ein Demotape, auf dem Matt Cameron (damals Soundgarden, seit 1998 bei Pearl Jam) als Schlagzeuger aushalf. Dieses Demotape landete durch Jack Irons (früher Red Hot Chili Peppers) bei dessen Freund Eddie Vedder, der damals in San Diego lebte.
Vedder war in der Musikszene von San Diego kein Unbekannter. Er hatte bereits in mehreren Bands gespielt, unter anderem bei Bad Radio.
Der Legende nach hörte er sich das Tape bei seiner Nachtschicht in einer Tankstelle an, ging am darauffolgenden Morgen zum Surfen an den Strand und schrieb danach die Texte zu den Instrumentals auf dem Tape, besang es und schickte es zurück nach Seattle. Später sollten diese unter den Namen Alive, Once (auf Ten) und Footsteps (B-Seite der Single Jeremy) bekannt werden. Eddie Vedder bezeichnete die Songs später als "3-Song-Minioper". Von der Stimme und der Energie waren Stone Gossard, Jeff Ament und Mike McCready so begeistert, dass sie Eddie Vedder sofort nach Seattle einluden. Während des Fluges nach Seattle schrieb Eddie Vedder den Text zu einem weiteren Song, Black.
Die Band probte in der darauf folgenden Zeit viel und es entstand eine beachtliche Menge an Songs. In dieser Zeit wurde auch das Temple-Of-The-Dog-Album fertiggestellt, auf dem Eddie Vedder die Co-Vocals auf der Single Hunger Strike und den Backgroundgesang auf Pushing Forward back übernahm. Zunächst nannte sich die Band Mookie Blaylock, nach dem Basketballspieler der New Jersey Nets mit der Rückennummer 10 (Ten, dem Titel des Debutalbums). Der endgültige Bandname entstand, nach Aussage Vedders in frühen Interviews, als Remineszenz an seine indianische Ur-Großmutter Pearl, die es verstand, Marmelade ("Jam") mit halluzinogener Wirkung zuzubereiten. Diese Geschichte darf jedoch stark angezweifelt werden, die Ur-Großmutter Pearl gab es zwar, jedoch konnten noch keine indianischen Vorfahren in Vedders Familie nachgewiesen werden. Am plausibelsten ist es wohl, diese mysteriöse Geschichte einfach als kleine Anekdote zu sehen, die sich Vedder als Rechtfertigung für den Bandnamen überlegt hatte, um den neugierigen Reportern eine Story zu liefern.
Um vollständig zu sein benötigte die Band jedoch noch einen Schlagzeuger, da Jack Irons damals aufgrund seines Engagements bei der Band Eleven absagte. Dieser wurde mit Dave Krusen gefunden, der jedoch schon bald durch Matt Chamberlain abgelöst wurde. Da Jeff Ament und Stone Gossard durch ihre Zeit mit Mother Love Bone noch Kontakte zu Sony hatten, sollte schon bald das erste Album Ten entstehen.
Zuerst verkaufte sich Ten schleppend, doch im Zuge des kommerziellen Erfolges von Nirvanas Nevermind und dem steigenden Hunger nach Seattle-Bands, stieg der Verkauf rasch an. Bis heute wurde Ten alleine in den USA mehr als zehn Millionen mal verkauft.
Umfangreiches Touren und der weltweite Grunge-Boom gingen einher mit steigender Popularität der Band. Die beiden Singles Alive und Even Flow waren sehr erfolgreich, der größte Hit der Band wurde aber die dritte Single Jeremy. Es wurden fast eine Million Exemplare verkauft und 1993 gewann das Video zum Song vier MTV Video Music Awards, darunter den Preis für das beste Video des Jahres. Damit waren Pearl Jam die erfolgreichste Band bei dieser Verleihung.
Da die Band - vor allem Eddie Vedder - mit dem völlig unerwarteten Ausmaß ihres Erfolges und dem Leben im Rampenlicht nicht fertig wurde, fasste sie daraufhin den Entschluss, keine weiteren Musikvideos mehr zu veröffentlichen. Jeremy sollte sechs Jahre lang das letzte Video der Band bleiben.

Superstars der Grunge-Ära

Bald ging die Band, abermals mit einem neuen Drummer (dem Texaner Dave Abbruzzese) und dem Produzenten Brendan O'Brien, ins Studio um den Nachfolger zu Ten einzuspielen. Das Album Vs. verkaufte sich in der Woche der Veröffentlichung über 950.000 mal und stellte damit einen Rekord auf, der mehrere Jahre hielt. Diese Tatsache brach der Band fast das Genick. Besonders Eddie Vedder hatte mit dem riesigen kommerziellen Erfolg zu kämpfen. Als Folge versuchte die Band aus dem Rampenlicht zu rücken, was jedoch nur teilweise gelang.
Nur ein Jahr später, 1994, wurde das nächste Album veröffentlicht: Vitalogy. Dieses zeigte deutlich, dass sich die Band in eine deutlich andere Richtung entwickelte als die ersten beiden Alben andeuteten. Während diese noch eine Ansammlung von großteils Mainstream-tauglichen Songs waren, fiel Vitalogy viel dunkler, rauer und auch abwechslungsreicher aus. Dies zeigte deutlich, dass die Band fähig war, sich musikalisch weiterzuentwickeln und verschaffte ihr viel Respekt. Auch kommerziell war Vitalogy durchaus erfolgreich: es verkaufte sich über 5 Millionen Mal.
Nach dem Selbstmord von Kurt Cobain im April 1994 war Pearl Jam endgültig die meistbeachtete und erfolgreichste Grungeband der Welt und begegnete diesem Umstand auf ihre Weise: sie zog sich komplett aus der Öffentlichkeit zurück, gab keine Interviews mehr und verwickelte sich in einen jahrelangen Rechtsstreit mit dem amerikanischen Konzertkarten-Monopolisten Ticketmaster. Pearl Jam warf dem Konzern vor, seine marktbeherrschende Position zu missbrauchen und die Karten durch extrem hohe Aufschläge zu fast unerschwinglichen Preisen zu verkaufen. Pearl Jam verlor den Prozess, konnte aber immerhin den Erfolg verbuchen, dass Ticketmaster in Zukunft die Servicegebühren getrennt vom eigentlichen Ticketpreis angeben musste und dadurch die Preisgestaltung für die Konzertbesucher transparenter war.
In den folgenden Jahren versuchte Pearl Jam mehrere Tourneen mit unabhängigen Konzertveranstaltern zu organisieren, was aber fast unmöglich war, weil Ticketmaster Exklusivverträge mit einem Großteil der geeigneten Veranstaltungsorte hatte.

Die letzten Überlebenden

Bereits während der Aufnahmen zu Vitalogy verließ Drummer Dave Abbruzzese die Band, weil sich seine Vorstellungen immer weiter von denen der anderen Mitglieder entfernte. Ersetzt wurde er kurzerhand von Ex-Chili-Peppers-Drummer Jack Irons, der bereits im Jahre 1990 zwischen Eddie und Stone vermittelt hatte und so einen großen Anteil an der Gründung der Band hatte. Jack Irons spielte ein Stück (Stupid Mop) auf der Vitalogy-Platte ein und ging mit auf die nachfolgende Tour. Schon seit ihrer Gründung spielte die Band immer wieder Stücke des Rock-Altmeisters Neil Young auf ihren Konzerten und vor allem Eddie Vedder pflegte eine gute Freundschaft mit ihm. So kam es im Jahre 1995 fast als logische Konsequenz zu einer Zusammenarbeit im Studio. Neil hatte einige Songs geschrieben und Pearl Jam fungierte als Begleitband. Resultat: Das grandiose Album Mirrorball
, welches allerdings unter Neil Young veröffentlicht wurde, da beide verschiedene Plattenfirmen hatten.
Die Veröffentlichung der Single "Who you are" läutete im Sommer 1996 die Veröffentlichung von NO CODE ein. Vergessen waren die Bemühungen um Abgrenzung, die Band präsentierte sich experimentell, ungewöhnliche Instrumente hielten ihren Einstand. Pearl Jam präsentierten ein buntes Kaleidoskop, Musik, der Vedder in einem Interview sogar Heilkraft unterstellte. Bezeichnenderweise fand die Platte beim Publikum wenig Anklang: Obwohl eine ihrer besten Arbeiten, geriet ihre musikalische Bestandsaufnahme zum Publikumsflop, nicht zuletzt durch ihre eigene Vermarktungsphilosophie hervorgerufen: Keine Videos, wenig Promotion-Rummel.
Den Sommer 1997 verbrachte die Band wieder im Studio und brütete über dem Nachfolger: YIELD hatte bereits wenige Monate nach seinem Erscheinen am 3. Februar 1998 dreimal soviel an Einnahmen eingespielt, wie der deutlich ruhigere Vorgänger: Musikalisch ging es rauer zur Sache, die Gitarren durften wieder ordentlich zum Einsatz kommen. Erstmals seit 1992 ließ die Band auch wieder ein Video drehen: "Do the evolution" geriet zum Abgesang auf die Apokalypse, der Zeichentrick-Clip zu einem eindringlichen Appell an den Menschen: Take Care, Death is not the answer...und der Raubbau an der Natur schon gar nicht.
Als "Ersatz" für den bei der Sommertour 1998 ausgestiegenen Drummer Irons wurde Matt Cameron (Ex-Soundgarden) verpflichtet, dessen Schaffen bereits auf dem Live-Album Live on Two Legs dokumentiert wird. Seinen ersten Studio-Beitrag leistete er auf der ursprünglich als Weihnachts-Fanclub-Single gedachten Cover-Version von Last Kiss von Wayne Cochrane, die später auch offiziell als Benefiz-single zur Kosovo-Krise erschien und bis heute den größten Single-Erfolg der Band darstellt.
Mit BINAURAL präsentierten Pearl Jam im Mai 2000 eine lockere, ausgesprochen poppige Platte, die in der Stärke an TEN erinnerte. Die Singles "Nothing as it seems", "Light Years" und "Thin Air" kündeten eindrucksvoll vom Songwriting der Bandmitglieder, der Sound geriet mittels eines besonderen Aufnahmeverfahrens, bei dem zwei Mikrofone in einen Kunstkopf integriert werden, zu einem besonderem Hörerlebnis.
Auf der folgenden Europatournee wurde jedes Konzert aufgezeichnet und als Bootleg veröffentlicht, so dass den Fans der Kauf von teuren Amateur-Bootlegs erspart blieb. Nebeneffekt: Pearl Jam schaffte es, mit fünf Alben gleichzeitig in den Charts zu stehen. Die Tournee glich zunächst einem Triumphzug, man füllte die größten Hallen und spielte bei den großen Festivals als Headliner. Doch am Ende stand am 1. Juli 2000 eine der größten Katastrophen der Rock-Geschichte: Beim Roskilde-Festival in Dänemark kam es zu einem Massensturz, bedingt durch die große Euphorie und verursacht durch den durchnässten Rasen. Dabei wurden neun Fans zu Tode gequetscht, der Rest der Tour wurde abgesagt.
Im Herbst spielten Pearl Jam wieder in den USA und auch diese Tour wurde ein Riesenerfolg. Ein Jahr später erschien, als Dokument dieser Tour, die DVD Touring Band 2000, ein Zusammenschnitt mit den besten Songs der Tour.
RIOT ACT, am 12. November 2002 veröffentlicht, arbeitete den bluesigen Ansatz ihrer Musik wieder mehr heraus, das sperrige Material geizte mit Schlüsselreizen und die Qualität offenbarte sich erst nach mehrfachem Hören: Die Kritiken waren durchweg positiv, die Platte aber zu unausgegoren.
Die anschließende Tour durch Australien, Japan und die USA zementierte dann allerdings Pearl Jam's Ruf, eine der besten Livebands unserer Zeit zu sein. Wieder wurden sämtliche Konzerte zu einem günstigen Preis vom Fanclub angeboten. Im Anschluss an die Tour wurde das erste von zwei Konzerten aus dem Madison Square Garden in New York unter dem Namen Live At The Garden als DVD veröffentlicht.
Ende 2003 erschien die umfangreiche Raritätensammlung Lost Dogs und ein Jahr später, im November 2004, das erste Greatest-Hits-Album unter dem Titel Rearviewmirror (1991-2003). Anfang 2004 erhielt Pearl Jam eine Golden-Globe-Nominierung für ihren Beitrag zum "Big-Fish"-Soundtrack, Man Of The Hour. Mit der Veröffentlichung der Greatest Hits erfüllten Pearl Jam ihren Vertrag mit dem Sony-Label und planen, in Zukunft, der Band-Tradition der unkonventionellen Schritte folgend, unabhängigere Wege zu gehen. Kurz vor der US-Präsidentschaftswahl 2004 war Pearl Jam einer der Initiatoren der Vote-For-Change-Tour ((Bruce Springsteen, R.E.M., Dixie Chicks u. v. a.), deren Ziel es war, möglichst viele Menschen zu motivieren, zur Wahl zu gehen und gegen George W. Bush zu stimmen.
Drei Jahre nach dem Studioalbum Riot Act erschien ein wieder etwas "rockigerer" Longplayer 2006. Das PEARL JAM betitelte Album wurde über das jüngst fusionierte Majorlabel Sony/BMG bei J Records veröffentlicht. Eine große Welttournee führt die Band nach sechs Jahren im August und September 2006 wieder nach Europa.
Pearl Jam veröffentlichte 2006 das Musikvideo "Life Wasted" als erste Band einer großen Plattenfirma unter der Creative Commons Lizenz.

...Suzy was a
bad child
Always on the wrong
side
Ah, she was no good
She was bad, bad,
bad
with the bad cats
Always punching the
needle in her arm...
A good night,
the best in a long
time
A new friend turned
me on to an old
favorite
Nothing better than
a dealer who's high
Be high, convince
them to buy

Chorus

What's my drug of
choice?
Well, what have you
got?
I don't go broke
And I do it a lot


Seems so sick
to the hypocrite
norm
Running their
boring drills
But we are an
elite race of our
own
The stoners,
junkies,
and freaks

Are you happy? I am,
man.
Content and fully
aware
Money, status,
nothing to me
'Cause your life
is empty and bare

Chorus

You can't
understand a user's
mind
But try, with your
books and degrees
If you let yourself
go and opened your
mind
I'll bet you'd be
doing like me
And it ain't so bad

Chorus

Say, I do it a lot!
.....I do it a lot!
.....I do it a lot!
Say, I do it a lot!
...I give this
part of me
for
you...

I have never felt such
frustration
Or lack of self
control
I want you to
kill
me
And dig me
under,
I wanna live
no more
 
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